Die globale Bergbauindustrie steht vor der Herausforderung, die wirtschaftliche Versorgung mit Rohstoffen zu sichern und gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Menschen zu minimieren. Der Umgang mit dieser „Mining Challenge" ist eines der Schlüsselthemen der bauma 2025. Sie zeigt, mit welchen innovativen Lösungen der Bergbau in Zukunft noch effizienter, sicherer und nachhaltiger wird.
E-Ladegerät an Bord
Viele Bergbauunternehmen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um die Emissionen im Interesse des Klimaschutzes zu reduzieren, aber auch die Abgasemissionen unterirdisch zu reduzieren, um betriebliche Vorteile zu erzielen. Ein seit einiger Zeit verfolgter Ansatz zur Dekarbonisierung ist die Umstellung auf alternative Antriebe. Auf der bauma 2025 wird sich dieser Trend mit einer Fülle von Ideen fortsetzen. So präsentiert der Hersteller Aramine den L440B, das bisher einzige batteriebetriebene Ladegerät, das keine feste Infrastruktur zum Laden in der Mine benötigt. Stattdessen verfügt es über ein integriertes Ladegerät, mit dem es überall aufgeladen werden kann, solange ein Stromanschluss verfügbar ist. Dadurch werden teure und komplexe Anlagen eingespart. Da die Batterieeinheit der Maschine leicht angeschlossen und getrennt werden kann, ist es dank der abwechselnden Verwendung von zwei Batterien möglich, Arbeiten ohne Unterbrechung durchzuführen.
Um den in den Maschinen verwendeten Strom direkt im Bergwerk ohne lokale Emissionen zu erzeugen, bieten Aramine und sein Partnerunternehmen Tysilio auch Solarkraftwerke an, die per Container transportiert und schnell aufgebaut werden können.—ein Konzept, das insbesondere abgelegenen Standorten zugute kommt.
Riesenbagger mit Stromkabel
Komatsu bringt einen echten Titanen unter den elektrifizierten Bergbaumaschinen in die bayerische Hauptstadt: Der große Hydraulikbagger PC7000-11E, der von einem Stromkabel angetrieben wird, ist mit einem klassenführenden 44 m3 Baggerlöffel ausgestattet. Es kombiniert eine hohe Grabungskraft mit einem geringen CO2-Fußabdruck. Das automatische Aufwickeln des Kabels macht das Manövrieren im Tagebau sicher und einfach.
Autonome Lösungen in verschiedenen Dimensionen
Ein weiterer Bergbauriese, der auch die Dekarbonisierung mit dem besonders im Bergbau hochrelevanten Thema „Autonomes Fahren" verbindet, ist der Muldenkipper T 264. Die von Liebherr in Zusammenarbeit mit dem australischen Bergbaukonzern Fortescue entwickelte Maschine ist mit einer 3,2-MW-Batterie ausgestattet und hat eine Nutzlast von 240 Tonnen.
Der batteriebetriebene S1 Vision, ebenfalls von Liebherr, transportiert Material autonom—Aber ganz anders. Das neue einachsige Fahrzeug verfügt nur über zwei Reifen, wodurch es sofort drehen und in alle Richtungen fahren kann, was es ideal für den Einsatz auf engstem Raum macht. Es ist skalierbar und kann eine Nutzlast von 220 Kilogramm bis 131 Tonnen transportieren. Der S1 Vision wurde für den bauma Innovation Award in der Kategorie Maschinentechnik nominiert.
Vernetzung von Maschinendaten untereinander
Die digitale Transformation spielt eine Schlüsselrolle bei der Optimierung von Mining-Prozessen. Eine der Innovationen auf der bauma 2025 in diesem Bereich ist der Underground Manager 2.0. Die digitale Lösung von Epiroc für Tunnelbauprojekte verbindet Maschinendaten aus verschiedenen Einheiten nahtlos. Die Plattform unterstützt das Management von Bohr-, Verpress- und Verankerungsarbeiten und fungiert als zentrales System für eine optimierte Projektausführung. Der Underground Manager 2.0 ermöglicht eine präzise Planung, Echtzeit-Leistungsbewertung und ein umfassendes operatives Reporting.
Intelligent dank On-Board-Diagnose
Die Universa 55 von Paus ist die nächste, smarte Generation einer kompakten Trägermaschine für verschiedene Bergbauaufgaben. Mit ihrer On-Board-Diagnose kann der Fahrer wichtige Betriebsdaten in Echtzeit überwachen, einschließlich der Sensoren der Bedienelemente. Das System unterstützt auch die Diagnose von aktiven Fehlern und ermöglicht so ein rechtzeitiges Eingreifen, um Ausfallzeiten zu minimieren. Darüber hinaus ist das Fahrzeug serienmäßig mit einer Schnittstelle zur Anbindung an eine Cloud-Lösung von Paus ausgestattet, die Funktionen wie Echtzeitüberwachung, Geofencing, statistische Analysen sowie Ferndiagnose und Wartung bietet.
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